Germany: Deutsch

Engagement für eine starke Wirtschaft

Tomás Moreira ist seit 2013 Präsident der AFIA (Vereinigung der Automobilzulieferer) in Portugal. Diese fördert das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der portugiesischen Automobilindustrie hinsichtlich Kosten, Industrie 4.0 u. a.

Ein wichtiges Ziel dabei ist eine Steigerung der Arbeitsflexibilität – ein harter Kampf angesichts der auf extrem linken Parteien beruhenden Regierung. „Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen in Portugal ermöglichen es derzeit noch nicht, dass Unternehmen schnell, unbürokratisch und ohne Zusatzkosten ihren Betrieb an kurzfristige Auftragsschwankungen anpassen. Obwohl Portugal das niedrigste Lohnniveau Westeuropas hat, konkurrieren wir mit Ländern mit noch viel niedrigeren Kosten, besonders Marokko. Eine exzessive Inflation der Lohnstückkosten sowie ein Rückgang der Arbeitsflexibilität würde eine Verschlechterung unserer Wettbewerbsfähigkeit bedeuten. Die Länder, mit denen wir im direkten Wettbewerb stehen, würden davon profitieren und unsere Unternehmen schädigen. Das Resultat wären Auftragsverluste, Stellenabbau und Rückgang von Investitionen“, sagte Tomás Moreira im Interview mit dem portugiesischen Magazin Vida Económica.

Seit Ende 2016 vertritt Tomás Moreira die Vereinigung innerhalb des neuen portugiesischen Verbands (Cluster) der Automobilindustrie. In dieser Funktion sitzt er mit den Vorsitzenden der fünf in Portugal aktiven OEMs (VW, PSA, Renault, Toyota und Daimler/Mitsubishi Trucks) zusammen im Vorstand. „Wir treffen uns im monatlichen Rhythmus, und mittlerweile habe ich gute Kontakte und ein vertrauensvolles Verhältnis zu den wichtigsten Managern dieser OEMs“, sagt Tomás Moreira.

Der Verband ermöglicht eine engere Zusammenarbeit zwischen OEMs, Zulieferern, Maschinenherstellern und Dienstleistern sowie Universitäten, Ausbildungsinstitutionen, Forschungsinstituten, Laboren und staatlichen Einrichtungen. KIRCHHOFF Automotive Portugal ist Mitglied des Verbands. Alle drei Jahre wählen die Mitgliedsunternehmen darunter KIRCHHOFF Automotive Portugal – den Vorstand, bestehend aus fünf Vertretern.

Das wichtigste gemeinsame Ziel des Verbands ist es, ein zusätzliches OEM-Werk nach Portugal zu bringen, das den lokalen Markt erweitern würde. Das würde sich sicherlich auch positiv auf KIRCHHOFF Automotive in Portugal auswirken.

<- Zurück zu: Newsarchiv